Backlinks finden

Backlinks finden: so siehst du, wer auf deine Website verlinkt

Es gibt drei kostenlose Wege, um Backlinks zu finden: die Google Search Console für die eigene Website, Checker-Tools für jede beliebige Domain und der Live-Check direkt auf der Quellseite. Alle drei stehen hier Schritt für Schritt erklärt.

Weg 1: Backlinks in der Google Search Console finden

Für die eigene Website ist die Search Console die erste Adresse. Öffne Links → Externe Links. Dort steht, welche Websites am häufigsten auf dich verlinken, welche deiner Seiten die meisten Links bekommen und welche Linktexte verwendet werden.

Zwei Dinge solltest du dabei wissen. Erstens: Google zeigt eine Auswahl, keine komplette Liste. Zweitens: Der Bericht sagt nicht, ob ein Link heute noch live steht — nur, dass Google ihn irgendwann gesehen hat. Ein Link, der letzte Woche entfernt wurde, kann dort noch monatelang auftauchen.

Deshalb gilt: Die Search Console beantwortet die Frage "Wer verlinkt auf mich?", aber nicht die Frage "Steht mein Link noch?". Für die zweite Frage brauchst du den Live-Check weiter unten.

Weg 2: Backlinks suchen mit einem Checker-Tool

Willst du die Backlinks einer fremden Domain ermitteln — etwa der Konkurrenz —, hilft die Search Console nicht. Dann brauchst du ein Tool mit eigener Link-Datenbank. Die bekannten Anbieter haben alle eine kostenlose Variante: Seobility, der Ahrefs Backlink Checker und Semrush zeigen ohne Bezahlung die wichtigsten Links einer Domain.

Das reicht, um Muster zu erkennen: Woher bekommt die Konkurrenz ihre Links? Welche Seiten ziehen die meisten Links an? Welche Linktexte dominieren?

Aber auch hier gilt die Einschränkung von Weg 1: Eine Datenbank zeigt, was der Crawler des Anbieters irgendwann gefunden hat. Zwischen dem letzten Crawl und heute können Wochen liegen. Ein guter Backlink-Checker zeigt deshalb nicht nur die Datenbank, sondern prüft den Live-Status jedes Links.

Weg 3: Backlinks live überprüfen in 4 Schritten

Angenommen, du hast für einen Gastartikel bezahlt und willst drei Monate später wissen, ob der Link noch steht. So prüfst du das in ein paar Minuten selbst:

  1. Öffne die Quellseite. Lädt sie nicht, oder landest du per Redirect auf der Startseite? Dann ist dein Link weg.
  2. Suche deine Domain im Quelltext. Strg+F auf deinen Domainnamen. Kein Treffer? Dann wurde der Link entfernt — auch wenn die Seite selbst noch existiert.
  3. Vergleiche die Ziel-URL. Ein Link, der erst auf deine Produktseite zeigte und jetzt auf die Startseite, bringt der Produktseite nichts mehr.
  4. Prüfe das Linkattribut. Steht dort rel="nofollow" oder rel="sponsored", behandelt die Suchmaschine den Link anders als einen Link ohne dieses Attribut.

Einzelne Links kannst du so von Hand prüfen. Bei einer längeren Liste wiederholt Backlinksbeheer diese Kontrolle automatisch und meldet, wenn ein Link verschwindet, das Ziel wechselt oder nofollow wird.

Ehrlich gesagt: Backlinksbeheer ist ein niederländisches Tool, das Dashboard ist auf Niederländisch. Die Checks selbst funktionieren für jede Domain — auch .de, .at und .ch — und der Einstieg ist kostenlos.

Welcher Weg passt zu welcher Frage?

Deine Frage Bester Weg Kosten
Wer verlinkt auf meine Website? Google Search Console Kostenlos
Woher hat die Konkurrenz ihre Links? Checker-Tool mit Datenbank Kostenlose Variante reicht meist
Steht mein bezahlter Link noch live? Live-Check auf der Quellseite Kostenlos, kostet nur Zeit
Ich will viele Links dauerhaft im Blick behalten Automatische Überwachung Kostenlos starten, bezahlt ab größeren Mengen

Backlinks anzeigen, ermitteln oder überprüfen — was ist der Unterschied?

Die Begriffe werden durcheinander benutzt, meinen aber drei verschiedene Aufgaben. Backlinks anzeigen heißt: eine Liste aller Links sehen, die auf deine Domain zeigen — dafür brauchst du die Search Console oder eine Datenbank. Backlinks ermitteln oder Backlink-Recherche bedeutet, neue Linkquellen zu finden, zum Beispiel bei Wettbewerbern; das leisten nur Datenbanken wie Ahrefs oder Seobility. Backlinks überprüfen ist die engste Frage: steht dieser eine Link jetzt noch auf der Quellseite?

Für die dritte Frage brauchst du keine Datenbank. Der kostenlose Live-Check holt die Quellseite in diesem Moment ab und sagt dir in vier Feldern, was Sache ist: Status, Linktyp (dofollow, nofollow, sponsored), HTTP-Code und Antwortzeit. Fünf Abfragen pro Stunde, ohne Konto. Wer bezahlte Platzierungen dauerhaft im Blick behalten will, richtet einmal die automatische Überwachung ein.

Beispiel aus dem deutschen Handwerk

Ein deutscher Installationsbetrieb veröffentlicht den Ratgeber installateur.de/ratgeber/waermepumpe-altbau und verlinkt auf installateur.de/waermepumpe. In der Search Console siehst du die bekannte Verbindung; der Live-Check zeigt zusätzlich, ob die Quellseite heute mit HTTP 200 lädt und ob der Link noch auf die richtige Ziel-URL zeigt.

Bei einem bezahlten Gastbeitrag kann die Quellseite weiterhin erreichbar sein, während der Link von dofollow zu rel="sponsored" wechselt. Die Datenbank zählt die frühere Platzierung dann möglicherweise noch mit; der Abruf der Quellseite zeigt die Änderung direkt.

Für einen einzelnen Link reicht die kostenlose Live-Prüfung. Bei mehreren Gastbeiträgen, Partnerlinks oder bezahlten Platzierungen wiederholt Monitoring die Kontrolle.

Was macht einen guten Backlink-Checker aus?

Zum Backlinks finden gehört die Frage, mit welchem Tool. Statt auf den bekanntesten Namen zu setzen, lohnt ein Blick auf vier Punkte:

  • Datenbasis: ein Checker, der nur einen Bruchteil der Links kennt, zeichnet ein falsches Bild deiner Domain
  • Aktualität: veraltete Listen nützen nichts, wenn du frisch verlorene oder neue Links suchst
  • Kostenloser Abruf: für den ersten Blick reicht der Gratis-Check, bezahlen gehört erst dazu, wenn du regelmäßig arbeitest
  • Export: du willst die Liste sortieren und neben deine Search-Console-Daten legen können

Ein einfacher Test: Frag dieselbe Domain bei zwei oder drei Tools ab. Weichen die Zahlen stark ab, liegt der Unterschied an der Datenbasis, nicht an deiner Website.

Backlinks der Konkurrenz finden

Die Search Console kennt nur Links zu deiner eigenen Website. Für fremde Domains brauchst du einen Checker: Domain eingeben, Backlink-Report öffnen, fertig. Genau so siehst du, wer auf die Website deines nächsten Wettbewerbers verlinkt.

Spannender als die lange Liste sind drei Fragen. Woher kommen seine Links, die dir noch fehlen? Auf welche Seiten konzentriert er seine Links? Mit welchen Ankertexten arbeitet er? Daraus wird eine Liste von Websites, auf denen auch du auftauchen könntest.

Und eine Warnung: nicht jeden Link nachbauen. Ein Verzeichnis ohne Redaktion oder eine Domain mit Spam-Spur stärkt dein Profil nicht, nur weil der Wettbewerber dort steht. Erst prüfen, ob das Thema passt.

Backlinks überwachen: einmal finden reicht nicht

Wer auf dich verlinkt, ändert sich ständig. Neue Links kommen dazu, andere verschwinden, manche wechseln von dofollow zu nofollow. Ein einmaliger Check ist ein Schnappschuss und sagt nichts über den Trend.

Mit Monitoring legst du die Liste daneben und vergleichst über die Wochen. Dann siehst du sofort, ob dein Profil wächst oder schrumpft, welche Links neu sind und welche verloren gegangen sind, etwa weil eine verlinkende Seite umgebaut wurde.

Für deine eigene Domain ist die Search Console die Basis. Ein Monitor ergänzt das Wichtigste: er prüft automatisch und meldet die Änderung, statt dass du jeden Monat selbst die Listen vergleichst. Einen einzelnen Link kannst du vorher live prüfen.

Warum sind Backlinks wichtig?

Ein Backlink ist eine Empfehlung von einer anderen Website. Suchmaschinen nutzen solche Empfehlungen, um einzuschätzen, wie relevant und vertrauenswürdig eine Seite ist. Eine Seite, auf die viele passende Seiten verlinken, hat es deshalb leichter, oben zu erscheinen als eine Seite ohne solche Verweise.

Dabei zählt Qualität mehr als Menge. Ein Link von einer Seite, die inhaltlich zum eigenen Thema passt, bringt mehr als viele Links von beliebigen Quellen. Genau deshalb lohnt es sich, die eigenen Backlinks erst zu finden und dann zu prüfen, was DA eigentlich verlinkt.

Wer danach wissen will, ob die Links bleiben und was sie bringen, behält sie im Blick mit unserem Backlink-Monitoring.

Häufige Fragen

Wie finde ich alle Backlinks meiner Website?

Eine komplette Liste gibt es nirgendwo. Die Google Search Console zeigt kostenlos, welche Links Google kennt (Links → Externe Links). Checker-Tools wie Seobility oder Ahrefs ergänzen das mit Links aus ihrer eigenen Datenbank. Beide Quellen zusammen kommen der Realität am nächsten.

Wie sehe ich die Backlinks der Konkurrenz?

Die Search Console zeigt nur die eigene Website. Für fremde Domains brauchst du einen Backlink-Checker mit eigener Datenbank, etwa Seobility, Ahrefs oder Semrush. Die kostenlosen Varianten zeigen die wichtigsten Links.

Was ist der Unterschied zwischen Backlinks finden und Backlinks prüfen?

Finden heißt: entdecken, welche Links existieren. Prüfen heißt: kontrollieren, ob ein konkreter Link heute noch live steht, zur richtigen URL zeigt und dofollow ist. Datenbanken hinken der Realität oft Wochen hinterher — prüfen geht nur auf der Quellseite selbst.

Kostet es etwas, Backlinks zu finden und zu prüfen?

Nein. Die Search Console ist kostenlos, die großen Checker haben kostenlose Varianten, und den Live-Check machst du selbst im Browser. Bezahlen lohnt sich erst, wenn du viele Links dauerhaft überwachen willst.

Diese Seite gibt es auch auf Niederländisch und Spanisch. Für die niederländische Auswahl zwischen Datenbank, Search Console und Live-Check siehe die Vergleichsseite zu Backlink-Checkern.

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